Wednesday, March 12, 2008

Café Hawelka – das darf man einfach nicht verpassen

Das Café Hawelka im 1. Wiener Bezirk ist einer der besten Orte in Wien um die alte Traditionen zu erleben. Viele Künstler wie Musiker, Dichter, Schauspieler gehen oft in dieses schmucke Café. Es ist eines der letzten wirklichen Kaffeehäusern, wie  beispielsweise das Café Central vor dem Ersten Weltkrieg und das Café Herrenhof vor dem Zweiten Weltkrieg. Es wird von Leopold Hawelka, seinem Sohn Günter Hawelka und seinen zwei Enkeln Amir und Michael Hawelka in der alten Tradition weitergeführt.

Ja die Künstler entdeckten das Hawelka, und in der Mitte der Sechziger Jahre fand man sogar einige der jüngeren, wilderen Generation wie Friedensreich Hundertwasser, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Hubert Aratym und Wolfgang Hutter, als sie sich in den frühen Stunden die Zeit vertrieben. Die Atmosphäre des ruhigen, verrauchten, männerdominierten Leseraumes wurde von der jugendlichen Energie des Jahrzehnts gestürmt (oft zur Bestürzung der alten Literaten!).

Es gibt ne Wand wurde Poster, die die neuesten Ausstellungen, Konzerte und Lesungen bewarben (eine Innovation von Herrn Hawelka, die nun in den meisten Cafés Österreichs Anklang gefunden hat), an den anderen Wänden wuchs Herr Hawelkas Sammlung von Bildern seiner talentierteren Gäste (immer zum Marktpreis erworben!).

 Es fanden sich unter den Stammgästen die Dichter H.C. Artmann, Friedrich Achleitner und Gerhard Rühm, der Schauspieler Helmut Qualtinger und Oskar Werner, der Dirigent Nikolaus Harnoncourt, der Sänger Georg Danzer, André Heller und der Fotograf Franz Hubmann, der das Kaffeehaus über die Jahrzehnte durch seine Bilder unsterblich machte. Berühmtheiten aus dem Ausland versäumnten nie, das Café Hawelka zu besuchen, wenn sie in Wien waren: Elias Canetti, Henry Miller, Arthur Miller und Andy Warhol, um ein paar zu nennen.


Während die Goldenen Jahre wohl vorüber sind, ist es die äußere Welt, die sich verändert hat, nicht das Café Hawelka. Es stellt immer noch eine Zuflucht für viele Künstler, Schriftsteller und Musiker dar.

Drei Generationen von Hawelkas arbeiten jetzt im Kaffeehaus, aber Herr Hawelka führt tagsüber immer noch den Vorsitz über sein Reich, grüßt jeden Gast persönlich und schafft immer noch, einen freien Platz für jeden zu finden. Am späten Abend weht, wie an jedem Abend seit einem halben Jahrhundert, der Duft von Frau Hawelka’s legendären Buchteln durch den Raum.

 

 

Ihr dürft auf jeden Fall dieses schicke Café nicht verpassen wenn ihr nach Wien kommt… Falls es noch an einer Unterkunft Wien fehlen sollte, kann ich auch einen Tipp geben…

Posted by Heidi at 11:58:15
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